Trotz sicherer Wasserversorgung Wasserverbrauch reduzieren
Gerade in Zeiten hoher Temperaturen und längerer Trockenphasen wird Wasser zu einer besonders wertvollen Ressource. Die Trinkwasserversorgung in Schleswig-Holstein ist jedoch auch während der Trockenperioden relativ sicher, da das Trinkwasser fast überall aus ausreichend vorhandenem Grundwasser gewonnen wird. Allerdings ist das keine Garantie für die Zukunft. Entsprechend wichtig ist ein verantwortungsvoller Umgang mit dieser kostbaren Ressource.
Das Trinkwasser in Bordesholm wird ebenfalls aus Grundwasser gewonnen. Im Bordesholmer Wasserwerk wird das Grundwasser in 3 Brunnen gefördert, aufbereitet und dann über das Wassernetz in die Haushalte geleitet. In den heißen Sommermonaten steigt der Wasserverbrauch auch in Bordesholm deutlich an – vor allem durch Gartenbewässerung, Pools oder häufigeres Duschen. Deshalb können Privathaushalte mit einfachen Maßnahmen einen wichtigen Beitrag zum Wassersparen leisten.
Ein großer Hebel liegt im bewussten Umgang mit Wasser im Garten. Pflanzen sollten möglichst früh morgens oder spät abends gegossen werden, da dann weniger Wasser durch Verdunstung verloren geht. Statt täglich nur wenig zu sprengen, ist es sinnvoller, seltener, aber gründlich zu gießen. So gelangt das Wasser tiefer in den Boden und die Pflanzen bilden stärkere Wurzeln. Wer frühzeitig Regenwasser in Tonnen oder Zisternen gesammelt hat, kann Leitungswasser sparen und den Garten trotzdem ausreichend versorgen.
Auch im Haushalt selbst gibt es viele Möglichkeiten, den Verbrauch zu senken. Kurzes Duschen statt Baden spart große Mengen Wasser. Zudem lohnt es sich, beim Zähneputzen oder Einseifen den Wasserhahn nicht unnötig laufen zu lassen. Moderne Sparduschköpfe und Durchflussbegrenzer reduzieren den Verbrauch, ohne den Komfort stark einzuschränken. Wasch- und Spülmaschinen sollten möglichst nur voll beladen eingeschaltet werden, um Wasser und Energie effizient zu nutzen.
Bei Hitze steigt auch der Wunsch nach Abkühlung. Doch Planschbecken oder Pools sollten möglichst sparsam genutzt werden. Kleine Becken müssen nicht täglich neu befüllt werden, wenn das Wasser sauber gehalten und abgedeckt wird. Größere Pools sollten nur dann betrieben werden, wenn sie regelmäßig und über längere Zeit genutzt werden. Auch auf das Abspritzen von Wegen und Einfahrten sollte an heißen Tagen möglichst verzichtet werden.
Wassersparen bedeutet nicht, auf Lebensqualität zu verzichten. Es geht vielmehr darum, Wasser gezielt und verantwortungsvoll einzusetzen. Wenn viele Haushalte kleine Veränderungen im Alltag umsetzen, kann das in Summe einen großen Unterschied machen – besonders in heißen Sommern, in denen Wasser zunehmend kostbar wird.
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