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Wie funktionieren die Strom-, Gas- und Wärmepreisbremsen?

In Folge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine sind seit Anfang 2022 die Energiepreise vieler Verbraucher bereits stark gestiegen. Bei Ihrer VBB, wie im Näher Dran Artikel vom 19.10.2022 berichtet, jedoch NICHT! Mit dem jüngst verabschiedeten Erdgas-Wärme-Soforthilfegesetz wurden in einem ersten Schritt deutschlandweit Erdgas- und Wärmekunden aus Mitteln des Bundes kurzfristig entlastet. Ab März 2023 sollen dann die Preisbremsen für Strom, Gas- und Fernwärmekunden folgen. Aber wie soll das genau funktionieren?

Der Staat hat geplant, dass Strom-, Gas- und Wärmekunden durch die sog. Preisbremsen entlastet werden sollen. Das zugehörige Gesetz ist am 24.12.2022 in Kraft getreten. Die Preisbremsen sollen vom 01. März 2023 bis zum 30. April 2024 und dabei rückwirkend zum 01. Januar 2023 gelten.

Strompreisbremse

Der Strompreis für private Verbraucher*innen sowie kleine und mittlere Unternehmen (mit einem Stromverbrauch von bis zu 30.000 kWh pro Jahr) wird bei 40 ct/kWh brutto, also inklusive aller Steuern, Abgaben, Umlagen und Netzentgelte, begrenzt.

Dies gilt für den Basisbedarf von 80 Prozent des bisherigen, historischen Verbrauchs – in der Regel gemessen am Vorjahr. Verbraucht man mehr als 80 Prozent des historischen Stromverbrauchs, muss für jede weitere Kilowattstunde der vertraglich vereinbarte Preis voll bezahlt werden.

Der monatliche Abschlag wird voraussichtlich ab März 2023 (Fälligkeit 10.03.2023) automatisiert von uns angepasst, sobald unser Abrechnungssystem entsprechend angepasst werden konnte. Dabei erfolgt auch die Berücksichtigung der rückwirkenden Entlastung der Monate Januar und Februar 2023. Hierüber werden wir Sie gesondert informieren.

Mit der Jahresabrechnung 2023 (im Januar 2024) wird die Entlastung dann entsprechend der gesetzlichen Vorgaben berechnet und ausgewiesen.

Gas- und Wärmepreisbremse

Für private Haushalte, kleine und mittlere Unternehmen mit einem Gasverbrauch unter 1,5 Mio. kWh im Jahr wird der Gaspreis auf 12 ct/kWh brutto begrenzt. Zur Erinnerung: Ihre VBB bleiben im Jahr 2023 mit ALLEN Gastarifen für ALLE Kunden UNTER dem Gaspreisdeckel !

Bei Fernwärmekund*innen wird der Arbeitspreis staatlich auf 9,5 ct/kWh brutto begrenzt.

Dies gilt auch hier für den Basisbedarf von 80 Prozent des bisherigen Gas- und Wärmeverbrauchs. Zur Definition der 80%-Jahresverbrauchsmenge (Basisbedarf) wird dabei die Menge, mit der der Abschlag für September 2022 berechnet wurde, zugrunde gelegt. Verbraucht man mehr als 80 Prozent des bisherigen Gas- und Wärmeverbrauchs, muss für jede weitere Kilowattstunde der vertraglich vereinbarte Preis voll bezahlt werden.

Die Anpassung der monatlichen Abschläge und die Ausweisung der Entlastungen erfolgt dann analog zur Strompreisbremse (siehe Text oben).

Weitere Informationen finden Sie auch auf unserer Homepage unter: www.vb-bordesholm.de/energiekrise.html

Ansprechpartner im Vertrieb der VBB: Christoph Schultz, Frank Kardel, Timo Büschel, Anja Reymann, Mareike Hahn

JETZT auf erneuerbare Energien umstellen!

Die Energiekrise fordert das konsequente Einsparen von Energie und den unbedingten Ausbau der Erneuerbaren Energien als einzig verbleibenden Ausweg aus der aktuellen Situation. Konventionelle Energien werden durch immer neue Abhängigkeiten und durch immer geringer werdende Verfügbarkeit stetig teurer und befeuern zudem den Klimawandel. Daher werden die Versorgungsbetriebe Bordesholm (VBB) auch in 2023 im Rahmen des Kunden Bonusprogramms Bürgerinnen und Bürger aus der Region bei den Themen „Umstellung auf Erneuerbare Energien“ und „Energie sparen“ unterstützen. Gefördert werden also Maßnahmen, die zur Reduzierung des weltweiten CO2-Ausstoßes beitragen.

Wir freuen uns dabei über die große Resonanz und die große Aktivität unserer Kunden bei der Nutzung unseres Kunden Bonusprogrammes in den vergangenen Jahren. Für das Jahr 2023 haben die VBB den Gesamtförderbetrag einmalig für das Jahr 2023 von 70.000 Euro auf 150.000 Euro erhöht.  Ziel ist es dabei, unseren Kunden zu ermöglichen, schnell auf Erneuerbare Energien umzustellen und Energiesparmaßnahmen umzusetzen, denn das Preisniveau für Energie wird dauerhaft gegenüber der Vergangenheit deutlich erhöht bleiben.

Dazu wurde das Kunden Bonusprogramm durch neue Förderungen erweitert, die unseren Kunden die Reduktion von CO2-Ausstoß erleichtern und dauerhaft das eigene Portemonnaie schonen sollen. Zum Beispiel wird ab 2023 nun auch der sog. „Hydraulische Abgleich“ der Heizungsanlage durch einen Fachbetrieb gefördert. Dies ist wichtig, damit Ihre gesamte Heizungsanlage inklusive Pumpen und Heizkörpern so effizient wie möglich arbeitet. Weitere Förderungen gibt es für das Isolieren der Heizungsrohre, den Austausch von Heizungsventilen und den Kauf von Energiesparduschköpfen.

Auch im vergangenen Jahr 2022 wurde das Kunden Bonusprogramm wieder stark nachgefragt. Vor allem der Ausbau von Photovoltaikanlagen und die Anschaffung von Elektroautos – ob gekauft oder geleast – war bei den Stromkunden in unser Region Thema.

Gefördert wurden in 2022 unter anderem

20 PV-Anlagen mit kombiniertem Batteriespeicher mit insgesamt 176,2 kWp Leistung,

15 PV-Anlagen mit 93,9 kWp Leistung,

31 E-Autos mit WallBox,

31 E-Fahrräder,

3 Wärmepumpen,

26 Gas-Brennwert-Geräte.

Alle diese u.a. Maßnahmen tragen dazu bei, eine nachhaltige, regenerative und effiziente Energieversorgung vor Ort zu erreichen.

Alle Informationen, sowie weitere Förderungen finden Sie online unter: http://www.vb-bordesholm.de/kundenbonusprogramm.html

Ihre persönlichen Ansprechpartner zum Kunden Bonusprogramm der VBB:  Anja Reymann, Christoph Schultz, Frank Kardel, Timo Büschel, Mareike Hahn

Öffentliche Bekanntgabe: Gaspreisanpassung zum 01.02.2023

Preisanpassung der Gasversorgungstarife der Grund- und Ersatzversorgung zum 01.02.2023

Strompreisanpassung der Grund- und Ersatzversorgung zum 01.01.2023

Umsatzsteuerabsenkung ab 01.10.2022 für Gas- und Wärmelieferungen

Durch das Gesetz zur temporären Senkung des Umsatzsteuersatzes auf Gaslieferungen über das Erdgasnetz wird der Umsatzsteuersatz für Gaslieferungen über das Erdgasnetz und die Lieferung von Wärme über ein Wärmenetz befristet vom 1. Oktober 2022 bis zum 31. März 2024 von 19 Prozent auf 7 Prozent gesenkt. Die Änderung trat am 1. Oktober 2022 in Kraft und entsprechende Anwendungsregeln wurden am 25. Oktober 2022 vom Bundesministerium für Finanzen veröffentlicht.

Die VBB GmbH wird 2022 das sogenannte „Stichtagsmodell“ anwenden. Demnach sind für Ablesezeiträume die zu einem Zeitpunkt nach dem 30. September 2022 enden, die Lieferungen des gesamten Ablesezeitraums dem ab 1. Oktober 2022 geltenden Umsatzsteuersatz von 7 Prozent zu unterwerfen. Diese Änderung zu Gunsten unserer Gas- und Wärmekunden werden wir nach den vorstehenden Grundsätzen in der nächsten Endabrechnung im Januar 2023 vornehmen.