Batteriespeicher

Projektkurzbeschreibung

Das Projekt in Bordesholm soll eine Antwort auf die Frage geben, ob ein öffentliches Stromversorgungsnetz, gespeist aus 100% Erneuerbarer Energie, frequenzstabil als Inselnetz gefahren werden kann. Dies wäre dann die Keimzelle zur Erschließung von weitgehend autarken Stromversorgungsnetzen. Dazu steht ein Inselnetzfähiges Stromversorgungsnetz (20 kV) mit Sektorkopplung, ein FTTH-Glasfasernetz sowie ein entsprechendes Gleichgewicht zwischen Verbrauchern und dezentralen Erzeugern an diesen Netzen zur Verfügung. Als Netzbildner dient ein neu zu errichtender, schneller Batteriespeicher zusammen mit einer Biomasseanlage.

The projekt in Bordesholm could give an answer to the question, wether it is possible to operate a public electrical power grid, consisting of 100% renewable energy, as an isolated network frequency stable. This would be a germ cell for technical development of largely self-sustaining electrical power grid. Therefor a isolated networkable power grid with sector coupling, a FTTH - glas fibre grid as well as a balance between consumer and decentralized, local producers are available. A newly constructed fast batterie storage together with a biogas plant serve as grid creator.

Aktuelles zum Projektstand:

Derzeit läuft noch das EU-Vergabeverfahren. Sobald ein Generalunternehmer für die Errichtung feststeht, werden wir Sie hier darüber informieren.

Herzliche Grüße

Ihr Frank Günther

 

Förderung für Batteriespeicher

Mit fast 1,7 Millionen Euro unterstützt das Land Schleswig-Holstein den Bau eines Batteriespeichers zur kommunalen Stromversorgung aus erneuerbaren Energien in Bordesholm.

Robert Habeck (re.) zum Projekt: „Wir rechnen mit einem geschätzten Rückgang von etwa 12000 Tonnen CO2-Äquivalent pro Jahr.“

Als „Speerspitze der Energiewende“ hat Umweltminister Robert Habeck am Montag den in Bordesholm geplanten Batteriespeicher bezeichnet, der bei einem übergeordneten Netzausfall die Stromversorgung in der Gemeinde mit 4800 Haushalten beständig für Wochen übernehmen könnte. Der im Land für die Energiewende verantwortliche Ressortchef würdigte Pioniergeist, Innovationskraft und unternehmerischen Mut der Versorgungsbetriebe Bordesholm (VBB), dieses zehn Millionen Euro teure Projekt zu realisieren.

Habeck übergab einen Förderbescheid über 1,68 Millionen Euro. Bundesweit ist die „autarke Insellösung“ einmalig. Deshalb kann die VBB schon mit dem kleinen gallischen Dorf von Asterix und Obelix vergleichen, das den Römern die Stirn bietet. Seit Jahren bietet der Versorger den Großen im Bereich Strom und Erdgas die Stirn. Vor allem durch das Knöv-Net, ein eigenes Glasfasernetz mit einer Geschwindigkeit von 111 Megabit pro Sekunde, rüttelte man die Branche auf. Ähnliches ist beim Batteriespeicher zu erwarten, der eine Leistung von acht Megawatt und eine Speicherkapazität von zwölf Megawattstunden haben soll. Dessen Inbetriebnahme ist im November 2018 geplant.


Als „Speerspitze der Energiewende“ hat Umweltminister Robert Habeck am Montag den in Bordesholm geplanten Batteriespeicher bezeichnet.

Eine Entscheidung der Gemeindevertreter von 1991 erwies sich für das Projekt als richtungsweisend: Damals kaufte die Gemeinde der damaligen Schleswag das Stromnetz in Bordesholm ab und ist damit bei Entscheidungen frei geworden. Ideengeber für den Batteriespeicher ist VBB-Geschäftsführer Frank Günther. „Ich brenne für das Thema regenerative Energien. Die ewigen Debatten, dass alles dadurch nur teurer wird, gingen mir auf den Geist“, sagte der Elektro-Ingenieur. Unter seiner Regie wird in Bordesholm derzeit 75 Prozent des Jahresstromsbedarfs von 21 Millionen Kilowattstunden regenerativ in der Region erzeugt. 100 Prozent peilt man für 2020 an.

Der Batteriespeicher, den der koreanische Samsung-Konzern liefert, soll nach Inbetriebnahme ständig geladen werden und gleichzeitig Strom ans Netz abgeben. „Sie müssen sich das wie eine Badewanne vorstellen, in der immer gleich viel Wasser sein muss“, sagt Günther. Dem Wasservolumen in der Wanne entspricht beim Speicher die Frequenz 50 Hertz. Die „autarke Insellösung“ ist ein Ziel des Projektes, doch wollen die VBB mit dem Speicher auch Geld verdienen. Durch die Einspeisung in den sogenannten Primärenergiemarkt rechnen die VBB mit Erlösen von einer Million Euro pro Jahr. Das Projekt hat auch eine wissenschaftliche Komponente: Die Realisierung wird von der TH Köln begleitet. Zudem sollen Experten der Universitäten Kiel, Lübeck und Flensburg erforschen, welche Erkenntnisse aus dem Pilotprojekt auf andere Netze übertragbar sind.

Quelle: www.kn-online.de

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